Geschichte

Dokument unter Lupe

1919 In der Hennefer Volks-Zeitung erscheint am 13. Dezember eine Einladung zur Gründung eines Obst- und Gartenbauvereins für Geistingen und Stoßdorf mit folgendem Text:
Alle die sich für Obst- und Gartenbau interessieren, besonders auch Frauen und Jungfrauen, werden hierdurch zur Gründung eines solchen Vereins auf Sonntag, dem 14. 12. nachmittags 5 Uhr im Lokale des Herrn Heinrich Müller hierselbst wärmstens eingeladen. (Es handelte sich hierbei um das Lokal "Müllers Lies", Ecke Bonner Straße / Bergstraße, heute leider nicht mehr vorhanden).
60 Mitglieder haben sich angemeldet, es waren auch einige Frauen darunter.
Der Vorstand setzt sich wie folgt zusammen:
1. Vorsitzender Jakob Elberskirch, 2. Vorsitzender Johann Dresen, Kassierer Johann Weber, 1. Schriftführer Ludwig Morell, 2. Schriftführer Heinrich Euler (alle aus Geistingen) sowie die Beisitzenden Peter Klein und Peter Raubach aus Stoßdorf.

1920
Bereits am 18. Januar findet die Generalversammlung im Saale des Herrn Johann Dresen (ehemaliger Sieg-Rheinischer Hof) statt. Es wird ein Jahresbeitrag in Höhe von 6 Mark beschlossen und ein Eintrittsgeld von 3 Mark. Der Verein hat inzwischen 150 Mitglieder; 110 nehmen an der Versammlung teil.
Bei den ersten Vorstandssitzungen im Januar werden Anträge an den Gemeinderat und Landtag zur Erteilung von Pachtland erarbeitet. Die Heraufsetzung der Höchstgrenze von 625 auf 1.000 qm wird vom Landrat abgelehnt. Danach wird der Bürgermeister eingeschaltet.
Weitere Mitgliederversammlungen finden im September und Oktober statt: Vom Rittergut Zissendorf wird Ackerland zur Verfügung gestellt, 19.462 qm für 31 Pächter, d. h. ca. 626 qm pro Parzelle. Nach bestimmten Richtlinien erhalten auch alle, die Land beanspruchen, Pachtgrundstücke von privaten Verpächtern.

1921
Auf der Mitgliederversammlung am 20. August verlangen einige Verpächter eine Pachterhöhung von 80 Mark auf 100 Mark je Morgen Land. (1 Morgen = 25,53 ar = 2.553 qm).

1922
Mitgliederversammlung am 15. Januar: Erhöhung des Mitgliederbeitrages auf 12 Mark, davon 9 Mark für den Bezug der Monatsschrift. Das Eintrittsgeld wurde auf 10 Mark erhöht.
Der Kassenbestand betrug 1.400 Mark.

1923 Über die nächsten 8 Jahre liegen leider keine aussagefähigen Unterlagen vor.

1941
Am 20. Februar erfolgt die Anerkennung des Vereins als gemeinnütziges Unternehmen zur Förderung des Kleingartenwesens und der Eintrag in das Vereinsregister. Der Vorsitzende, Herr Jean Koch, nennt sich nun "Vereinsleiter"!

1942
In den Kriegsjahren bis 1945 fanden keine Mitgliederversammlungen statt.

1945
Nach dem Krieg wurde wieder eine Mitgliederversammlung am 18. November abgehalten.

1951
Die Generalversammlung beschließt am 8. April eine neue Satzung und
der Name des Vereins wird geändert in Kleingärtnerverein Hennef-Geistingen, dazu gehört die Anlage Stoßdorf. Zum Vorsitzenden wurde Herr Hans Adolf gewählt. Die Gärten des Vereins sind im Gemeindegebiet verteilt und befinden sich an der Königstraße, Wehrstraße, Kurhausstraße, Bonner Straße, Stoßdor-fer Straße sowie im Bereich Schützenstraße und Auf dem Beuel (gen. Goldene Stadt!!), am Krankenhaus (heute: Altenzentrum Helenenstift) und am Abtshof. Die Pacht für einen Quadratmeter beträgt 1,8 Pfennig!

1960
Die Generalversammlung wählt am 11. Dezember Rudolf Babock zum
Vorsitzenden.

1964
Die Mitgliederversammlung beschließt eine neue Satzung. Mit dem ersten Spatenstich, unter Bürgermeister Hans Böhm, wird am 15. Mai die neue Gartenanlage erschlossen. Zuschüsse von der Gemeinde und vom Land in Höhe von 50.000 DM sowie 12.000 DM Eigenleistung werden eingesetzt, um in den nächsten 2 Jahren Umzäunung, Hauptwege, einen 19 m tiefen Brunnen mit elektrischer Pumpe sowie einen großen Geräteschuppen mit Toilette und Fahrradstand zu erstellen.
Der 2. Teil der Gartenanlage wird erschlossen. Auf dem Pachtland der Katholischen Kirchengemeinde St. Michael entstehen 16 Gärten, die überwiegend durch Angestellte vom Landesjugendheim Abtshof gepachtet werden. Auch in Stoßdorf werden 32 Gärten errichtet.

1965
In der Mitgliederversammlung am 2. April wird Karl Schmidt als
Vorsitzender gewählt. Die Errichtung der Gartenanlage "Am Pfaffen-törchen" auf Ackerland wird fortgesetzt. Es sind 48 Gärten vorgesehen.

1967
Die Kleingartenanlage wird am 20. Mai offiziell eingeweiht. Die Pacht beträgt nun 0,04 DM pro qm.

1980
Am 1. März wird Herr Theo Schluck zum Vorsitzenden gewählt.
Am 16. März wird eine Satzungsänderung beschlossen, und am 17. März beschließt die Mitgliederversammlung die neue Satzung.
Anmerkung: So schnell wurde damals entschieden und reagiert!

1981 Entsetzen bei den Geistinger Kleingärtnern: Für den Bau der A560 (Ortsum-gehung Hennef) und die Errichtung eines Brückenbauwerkes für die Stoßdor-fer Straße soll der Verein 4.730 qm Gartenland verlieren.
Nun wird vom Vorstand hart verhandelt. Am 29. Oktober legt eine Vereinbarung mit der Bundesstraßenverwaltung – Fernstraßen Neubauamt – fest, dass der Verein 5.480 qm Ersatzland erhält und dieses Gelände auf Kosten der Bundesstraßen-verwaltung als Kleingartenanlage hergerichtet wird
Für nicht umsetzbaren Aufwuchs, Gartenlauben usw. sollen Entschädigungs-zahlungen gewährt werden.

1983
Herr Reinhard Matzke wird Vorsitzender. Nun beschäftigen sich die Vorstandsmitglieder nur noch mit der Planung und Parzellierung für die neue Anlage III und die verkleinerte Anlagen I und II. Dabei entfallen 8 Parzellen; jedoch kommen 22 Parzellen neu dazu.

1984
Es beginnen umfangreiche Baumaßnahmen, die sich bis 1990 hinziehen. Als erstes erfolgt der Bau der Wasserleitung in Anlage I und II und ein Elektro-kabel für Baustrom wird verlegt.
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1985
Die Pacht erhöht sich von 0,04 DM auf 0,06 DM pro qm.
In der neuen Anlage III werden die Zaunanlage einschließlich der Fundamente errichtet, die Wasserleitung und ein Elektrokabel für Baustrom verlegt, sowie der Hauptweg angelegt. Die einzelnen Parzellen werden vermessen und abgesteckt. In beiden alten Anlagen I und II wird die Zaunanlage in den veränderten Abschnitten geschlossen. Damit besteht die gesamte Anlage aus 76 Kleingärten.
Im August beteiligt sich der Verein - unter erschwerten Bedingungen -aber erfolgreich an der 1100-Jahr-Feier in Geistingen mit einem Schwenkgrill und einer Blumen-Tombola.
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1986
In der Anlage III werden Obstbäume und Rosen am Wegrand gepflanzt. Die Wasserleitung wird in Betrieb genommen. Im Oktober beginnen die Bauarbeiten für das neue Gemeinschaftshaus.
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1987 Das Gemeinschaftshaus wird fertig gestellt und am 4. Juli erfolgt die Schlussabnahme. Am 27.06. wird das Vereinshaus mit Vertretern der Stadt und Presse im Rahmen des Gartenfestes feierlich eingeweiht.
Der Abwasserkanal für das Haus und die Wegebeleuchtung werden erstellt.
Die Anlage Stoßdorf erhält eine Vereinslaube und der Hauptweg wird erneuert.
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1988
Das Gemeinschaftshaus erhält eine überdachte Terrasse.
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1989
In der Anlage III wird auf den Hauptweg eine Feinschicht aufgetragen.

1990
Der Parkplatzes wird errichtet, dafür müssen die Gärten Nr. 1 und 33 verkleinert werden. Es wird ein Häcksler angeschafft und am Gemeinschafts-haus werden Schutzgitter gegen Einbrüche angebracht.
Am 26. September findet im Lokal "Zur Lampe" die erste Sitzung des Ortsringes der Geistinger Vereine statt, und der Kleingärtnerverein ist dabei.
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1991 Für Gartenfeste und die Geistinger Herbstkirmes wird ein großer Grillstand gebaut.
Die Mitgliederversammlung wählt Frau Marianne Dorn als Vorsitzende.
Die Stoßdorfer Gartenfreunde beantragen für ihre Kleingartenanlage einen selbstständigen Verein.

1992
Neben dem Gastank entsteht ein Geräteschuppen.
Der Kleingärtnerverein Hennef-Stoßdorf e. V. wird gegründet.

1993
Herr Udo Michael wird als Vorsitzender gewählt.

1994
Die 75-Jahr-Feier wird vorbereitet; hierzu erfolgt eine Befragung der Mitglieder.

1995
Die 75-Jahr -Feier findet in der Kantine des Abtshofes statt.
In der Anlage III wird ein Kinderspielplatz mit Turm und Rutsche sowie Sandkasten errichtet.
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1996
Die Pacht erhöht sich auf 0,20 DM pro qm.

1997
Die Herstellungskosten für eine komplette Stromversorgung der Gartenanlage werden ermittelt. Eine Realisierung wird von der Mitgliederversammlung wegen der hohen Kosten abgelehnt.

1998
Die Pacht wird auf 0,32 DM pro qm erhöht.
Es wird ein neuer Häcksler angeschafft.
Die Marinekameradschaft Hennef 1925 e. V. veranstaltet einmal im Monat ihren Kameradschaftsabend im Gemeinschaftshaus.

1999
Die Hauptwege in der Anlage I werden mit Randsteinen versehen.

2000
Die 80-Jahr-Feier findet in der Gaststätte „Sieg-Rheinischer-Hof“ statt.
Frau Marianne Dorn wird Vorsitzende und es wird erstmalig ein Toiletten-Putzplan eingeführt.
Die restlichen Wege erhalten ebenfalls Randsteine.

2001
Der Mitgliedsbeitrag erhöht sich auf 70 DM bzw. 36 Euro.
Der Hauptweg bis zum Vereinshaus wird neu asphaltiert.
An jedem Garten soll ein Briefkasten angebracht werden.
Die Marinekameradschaft kündigt den Mietvertrag.

2002
Der Euro wird eingeführt und die Beitragszahlungen müssen umgestellt werden. Die restlichen Wege der Anlage I erhalten Randsteine und werden neu asphaltiert.
Gemäß geändertem Pachtvertrag dürfen nun auch Gewächshäuser errichtet werden.

2003
Die Mitgliederversammlung wählt den langjährigen Kassierer (17 Jahre von 1983 bis 2000), Herrn Frank Altermann, zum Vorsitzenden.
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2004
Der Weg in der Anlage II wird ebenfalls mit Randsteinen versehen
Der neue Bienenstand ist fertig.
Am Gemeinschaftshaus werden weitere Schutzgitter angebracht.
Einmal wöchentlich mieten die "Weight Watchers" das Gemeinschaftshaus für ihre Veranstaltungen.
Die Mitgliederversammlung beschließt, ein vereinsinternes Fest anlässlich des 85-jährigen Bestehens in der Gartenanlage zu veranstalten.

2005
Einige Gartenfreunde fahren im Juli mit dem Bus zur Landesgartenausstellung nach Leverkusen.
Im August feiert der Verein sein 85. Jubiläum in der Kleingartenanlage.
Mit der Erneuerung der Terrassenüberdachung am Vereinshaus wird begonnen.

2006
Der Vorsitzende, Frank Altermann, wird von der Mitgliederversammlung für weitere 3 Jahre wiedergewählt. Die Terrassenüberdachung wird fertiggestellt.
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2007
Am Parkplatz wird das Zaunfundament der Anlage II erneuert und an das Straßenniveau angepasst.

2008
Die Anlage I erhält ein neues Haupttor. Der Zaun der Anlage II am Parkplatz wird erneuert. Erhaltungsmaßnahmen an den Geräteschuppen werden durchgeführt.

2009
Die Mitgliederversammlung wählt für weitere drei Jahre den Vorsitzenden Frank Altermann. Das Tor zur Anlage II wird erneuert.
Die Mitgliederversammlung beschließt, das 90-jährige Bestehen des Vereins im Frühjahr 2010 ordentlich zu feiern und es wird ein Festausschuss bestimmt. Der kleine Geräteschuppen am Vereinshaus erhält ein neues Dach und am Kinderspielplatz wird der Holzrahmen vom Sandkasten komplett erneuert.

2010 Die Mitgliederversammlung beschließt die Abschaffung einer langjährigen Umlage und die Erhöhung des Mitgliederbeitrages auf 55,00 Euro.
Die 90-Jahr –Feier findet am 20. März im Restaurant Wielpütz mit vielen Gästen statt. Der Verein übernimmt in diesem Jahr die gärtnerische Pflege des „Geistinger Kreisels“ am Sieg-Rheinischen Hof. Im Vereinshaus muss die Heiztherme durch eine neue ersetzt werden.

2011 Die Anschaffung einer Metalltreppe, die auch als mobile Arbeitsbühne genutzt werden kann, erleichtert den Zugang zum Dachboden des Vereinshauses. Am Eingang zur Anlage III wird ein neues, stabileres Tor eingebaut. Am Vereinshaus gibt es einen Einbruchsversuch mit geringem Sachschaden.

2012 Im Vorstand wird ein Generationenwechsel vollzogen. Die Mitgliederversammlung wählt Herrn Wolfgang Weiher als Vorsitzenden und den bisherigen Vorsitzenden Frank Altermann als Stellvertreter. Stadtverwaltung und Feuerwehr führen in der gesamten Gartenanlage eine Brandschau durch. Der Verein muss einige Forderungen erfüllen, die in Eigenleistung erbracht werden: Verbreiterung der Hauptwege auf mindestens 3 Meter, Anschaffung von Feuerlöschern, Anbringen von Schildern.

2013 Der Gartenfreund und Imker Markus Lueke aus Köln scheidet aus dem Verein aus. Der Vorstand sucht nun einen Nachfolger, der sich um den Bienenstand des Vereins kümmern soll.
Eine Räumungsklage mit Räumung einer Laube wird erfolgreich durchgeführt. Noch ausstehende erforderliche Arbeiten im Rahmen der Brandschau werden erledigt.

2014 Der Vorsitzende Wolfgang Weiher tritt von seinem Amt zurück, und die Mitgliederversammlung wählt Herrn Jakob Justus als neuen Vorsitzenden.
Ein Imker aus Sankt Augustin wird Vereinsmitglied und übernimmt den Bienenstand. Auf eine Länge von ca. 120 Metern wurde der äussere Zaun erneuert

2015 Unser Vorstand verjüngt sich weiter. Frank Altermann beschliesst nicht mehr für das Amt des 2. Vorsitzenden zu kandidieren, ebenso die ehemalige Schriftführerin. Als 2. Vorsitzender wurde im März, Ralf Wagner aus Stoßdorf und als neue Schriftführerin, Petra Klinkhammer aus Sankt Augustin in den Vorstand gewählt.
Als bleibende Wertschätzung für 30 Jahre Vorstandsarbeit im Verein, wurde ein Weg in "Frank-Altermann-Weg" benannt.  100 5509



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